Welche Flurnamensammlungen werden bearbeitet?

Das Digitale Flurnamenlexikon will die Ergebnisse der vielfältigen Arbeiten und Sammlungen zunächst für einen lokalen Bereich und dann für ganz Rheinland-Pfalz sichern und der Allgemeinheit zugänglich machen.

Rheinland-Pfälzisches und Rheinhessisches Flurnamenarchiv

Das "Rheinland-Pfälzische Flurnamenarchiv" am Institut für Geschichtliche Landeskunde enthält Flurnamen-Listen aus 3362 Gemarkungen des Bundeslandes auf ca. einer halben Million Karteikarten. Seit 1969 wurden die Flurnamen Rheinhessens für das "Rheinhessische Flurnamenarchiv" der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz systematisch gesammelt. Darüber hinaus existiert eine große Zahl von Arbeiten aus dem universitären Bereich und aus der Feder von Lokalforschern in ganz Rheinland-Pfalz, die sich mit Flurnamen beschäftigen. Diese Sammlungen und Publikationen liegen in unterschiedlicher Form - digitalisiert, als Manuskripte, auf Karteikarten - vor und sind schwer zugänglich.

Projektleitung: Institut für Geschichtliche Landeskunde

Kontakt: 06131 / 39 38 300, igl@uni-mainz.de

Pfälzische Flurnamen im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern

Die „Flurnamensammlung Ernst Christmann“ im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern umfasst die Flurnamen sämtlicher pfälzischer Dörfer und Städte. Sie wurde von den Historikern und Heimatforschern Theodor Zink (150 Orte), insbesondere aber von Ernst Christmann (600 Orte) zwischen 1920 und 1965 zusammengetragen. Die darin enthaltenen Belegzettel enthalten neben den ermittelten Flurnamen in der Regel auch Datierungen, eine etymologische Interpretation sowie Literatur- und Quellenangaben.

Die Sammlung umfasst ca. 110.000 auf Karteikarten verzeichnete und nach pfälzischen Gemeinden geordnete Belegstellen. Christmann exzerpierte die historischen Flurnamenbelege sowohl aus der Forschungsliteratur und Editionen als auch aus zahlreichen Archivalien – allen voran aus dem Landesarchiv Speyer und dem Hauptstaatsarchiv München, aber auch dem Kirchenschaffnei-Archiv Zweibrücken sowie Orts- und Stadtarchiven wie beispielsweise Bad Dürkheim, Neustadt, Wachenheim, Otterberg, Kaiserslautern, Landstuhl, Lauterecken, Pirmasens, Göllheim, Haßloch und Speyer. 1965 hatte er schließlich die geschätzt 750 relevanten pfälzischen Gemeinden erfasst. 1971 kam die Sammlung in den Besitz des Bezirksverbands Pfalz und gelangte damit zur Heimatstelle Pfalz, dem heutigen Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern.

Ziel des Digitalisierungsprojekts ist die Überführung sämtlicher in der Sammlung enthaltenen Flurnamen in eine wissenschaftliche Datenbank. Die „Flurnamensammlung Ernst Christmann“ kann am Institut eingesehen und benutzt werden.

Projektleitung: Dr. Sabine Klapp, Direktorin

Bearbeiterin: Natalie Fenske
Kontakt: 0631/367-326, E-Mail: n.fenske@institut.bv-pfalz.de

Öffnungszeiten:
Montag-Donnerstag 9-12 Uhr und 14-16 Uhr, Freitag 9-12 Uhr

Benzinoring 6
67657 Kaiserslautern
Tel.: 0631/3647-303
Fax: 0631/3647-324
www.pfalzgeschichte.de
info@institut.bv-pfalz.de